Wein oder Wahrheit

#8 Wein, Wahrheit oder Pflicht - Patrizia und Erwin Sabathi

Episode Summary

375 Jahre Weingeschichte und trotzdem kein Blick zurück: In der aktuellen Episode sprechen Erwin und Patrizia Sabathi über Beständigkeit statt Trends, Biodiversität im Weingarten und warum ihre Weine wie Bon Jovi klingen sollen – elegant, langlebig, manchmal rockig. Zwischen Smaragdeidechsen, Sensorendaten und Sauvignon Blanc wird klar: Tradition ist hier kein Denkmal, sondern Werkzeug für die Zukunft.

Episode Notes

375 Jahre Weinbau – und von Ruhestand keine Spur. In dieser Episode von „Wein, Wahrheit oder Pflicht“ besucht Georg Hoffelner Erwin und Patrizia Sabathi am Pössnitzberg in der Südsteiermark.

Die Geschichte der Familie lässt sich bis 1650 zurückverfolgen. Heute führen Erwin und Patrizia Sabathi diese Tradition gemeinsam weiter – mit biologischer Bewirtschaftung, viel Vertrauen in die Natur und einem ziemlich klaren Verständnis davon, was großer Wein können muss: Herkunft zeigen, reifen können und keinen Moden hinterherlaufen.

Erwin Sabathi erzählt, warum alte Jahrgänge für ihn keine Museumsstücke sind, weshalb Sauvignon Blanc und Chardonnay die beiden großen Säulen des Weinguts bilden und warum er lieber Wein in Leutschach verkauft als zwei Paletten mehr nach Amerika zu schicken. Patrizia Sabathi wiederum erklärt, wie sie vom Vorfeld der Austrian Airlines in den Weinbau kam und warum der Blick von außen für einen traditionsreichen Familienbetrieb durchaus hilfreich sein kann.

Es geht um Schafe und Smaragdeidechsen im Weingarten, lebendige Böden, den Klimawandel und ein dichtes Netz an Wettersensoren. Um einen Fasskeller, in dem Fotografieren verboten ist. Um Social Media, die Zukunft des steirischen Weins – und natürlich um die drei Fragen bei „Wein, Wahrheit oder Pflicht“.

Und dann wäre da noch Bon Jovi. Denn wenn Patrizia Sabathi die Weine des Hauses mit einer Band vergleichen müsste, wäre die Antwort klar: langlebig, elegant und durchaus fähig, ordentlich zu rocken.