Wenn die Polizei in Berlin auf der Suche nach einem stillen Örtchen ist, dann geht sie – kein Scherz – zur Weinbar Freundschaft. Dort gibt es vielleicht keinen Traminer, aber Verständnis für vieles. Außer für schlechte Manieren. An einem Feiertag, an dem andere die Füße hochlegen, treffen wir uns zum Podcast. Willi Schlögl, gebürtiger Hartberger, und Johannes „Schelli“ Schellhorn, gebürtiger Salzburger und ja, Sohn vom „Was machst du?“-Insta-Star Sepp, schenken ein – und lassen nichts aus.
Berlin, Regierungsviertel, Feiertag – und trotzdem wird in der Freundschaft eingeschenkt. Für eine neue Folge von „Wein, Wahrheit oder Pflicht“ trifft Georg Hoffelner die beiden österreichischen Sommeliers und Gastronomen Willi Schlögl und Johannes „Shelly“ Schellhorn.
Die beiden erzählen, warum ihre Freundschaft weit mehr ist als nur der Name ihrer Weinbar, weshalb Stammgäste bei ihnen tatsächlich Vorteile genießen und warum sie ihre Gastronomie vor allem so machen, dass sie selbst gerne darin sitzen würden. Dazu geht es um die Entwicklung des steirischen Weins, Sauvignon Blanc auf internationalem Niveau, unterschätzte Rebsorten und die Frage, warum Muskateller durchaus ein „Guilty Pleasure“ sein darf.
Deutlich werden Schlögl und Schellhorn beim Trend zu alkoholfreiem Wein. Gute alkoholfreie Begleitungen? Unbedingt. Entalkoholisierter Wein? Eher nicht. Außerdem sprechen sie über sinkenden Weinkonsum, einen bewussteren Umgang mit Alkohol und darüber, warum weniger trinken nicht automatisch weniger Genuss bedeuten muss.
Und natürlich wartet „Wein, Wahrheit oder Pflicht“ wieder mit drei unangenehmen Fragen auf: Welcher Stammgast nervt? Welchen steirischen Winzer können sie nicht leiden? Und wie hoch ist eigentlich der aktuelle Kontostand? Die Antworten bleiben teilweise aus – dafür wandern mehrere Magnumflaschen in den Gewinnspieltopf.